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Dirty Fingers

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Im Sommer 1996 gründeten die beiden Gitarristen Tim von der Heyde und Werner Friebel „dirty fingers“ als Gitarrenduo. Die Idee war, eine Plattform für ungewöhnliche Ausdrucksformen zu schaffen, zumal beide Gitarristen eine recht unterschiedliche, bewegte musikalische Vita hinter sich hatten: Tim, auf der Klassischen Gitarre ausgebildet, war seit früher Jugend mit sämtlichen Spielarten der Rockmusik vertraut (spielt auch mal ’n Hendrix-Solo hinter dem Kopf), während Werner erst mit sweet fifteen von Akkordeon und Piano auf die Gitarre wechselte und bald über den Blues seinen Faible für jazzige und jazzverwandte Harmonien, Rhythmen und Töne entdeckte. Beide spielten in vielen unterschiedlichen Besetzungen und Bands, wobei für Tim „JAVA BLUE“ und für Werner das Jazzrock-Projekt „PANOPTIKUM“ sowie die Duo-Arbeit bei „THESE TWO?“ mit dem US-Saxophonisten Michael Green die prägendsten waren. Die Zusammenarbeit von Tim und Werner ergab bald eine Menge eigenes Musikmaterial und neue Interpretationen bekannter Standards. Auf einer Reihe von Konzerten honorierte das Publikum die Spontanität und ungewohnte Stilistik der Beiden nicht nur durch Applaus – man kann zu einem Gitarrenduo auch tanzen! Im Frühjahr 1998 entstanden die ersten Tonaufnahmen bei einer Studio-Session, die als Zusammenschnitt von 5 Stücken auf der Maxi-CD „first takes – fragile!“ zu hören sind. Bald wurden die Arrangements für eine Longplay-CD ausgearbeitet und auf der Scheibe „magic mood“ mit Gastmusikern umgesetzt. Lang betteln brauchten die Beiden nicht, denn langjährige freundschaftliche Kontakte zu Johannes Enders (Querflöte, Saxophone), Michael Waibl (percussion) und Achim Juhl (Bass) ermöglichten die Umsetzung eines erweiterten rhythmischen und tonalen Konzepts – selbsthörend auch die abwechslungsreicheren Klangstrukturen. Bernhard Gerths ± 2001 kam der am Kons in Graz ausgebildete Bassist Bernhard Gerths zur Festbesetzung, der zu unser Aller Entsetzen im Februar 2006 plötzlich und viel zu jung verstarb. Stefan Keller on Drums stieg für Michi Waibl ein.

Stephan Keller

Die dritte Maxi-CD „für herzen keine haftung…“ ist vorletztes Jahr erschienen und bringt zur Abwechslung mal was ganz Anderes: Rap- und Folk-Vertonungen erotischer Lyrik von verschiedenen Autoren, eine swingende Neuinterpretation des Knef-Klassikers „Tapetenwechsel“ (MP3-Download), eine schräge „La Paloma“ – Country-Version und so was von Tom Waits für die Melancholiker (MP3-Download)… (Gastmusiker: Dieter Schmidt – Akkordeon, Michael Waibl – Drums & Flügel, Jürgen Müller – E-Bass).

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