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EDEN WEINT IM GRAB

Vonspezi

Jan 24, 2015

Gegr?ndet um die Jahrtausendwende fristete das Projekt Dark Pride Retaliation nach dem ersten, bewusst spartanisch und roh gehaltenen Demo „A Celebration In Black“ jahrelang ein Schattendasein in den Archiven seines Sch?pfers. Erst Anfang 2004 entdeckte jener Alexander Paul Blake seine Vorliebe f?r die schwerm?tigen und zutiefst verzweifelten Ausdrucksm?glichkeiten wieder, die jahrelang in Dark Pride Retaliation schlummerten. Ein wenig Anpassung an den durch andere Bands und Projekte gewonnenen Erfahrungshorizont war freilich vonn?ten und so avancierte Dark Pride Retaliation anno 2004 zu EDEN WEINT IM GRAB, die Texte suchten sich in deutscher statt englischer Sprache den Weg vom ?ther aufs Papier und die Musik ert?nte weitaus filigraner und ausgereifter aus den Boxen, als Alexander Paul Blake nach Monaten k?nstlerisch-kreativer Isolation schlie?lich zehn Hymnen und ein lyrisches Outro voll todesbleierner Tragik kreiert hatte. Eingespielt, produziert und gemischt wurden sie von dem Multiinstrumentalisten allein, lediglich f?r den Bass fand er in S. Schult (Brother Kain, Ex-Atrocity) einen engagierten Gastmusiker.

In gleichsam kraftvollen, wie melodischen St?cken verleihen EDEN WEINT IM GRAB den klagenden Geistern der Verblichenen ihre Stimme. Angelehnt an die romantische Tradition berichten die Texte von verlorenen Seelen, die ihr Dasein in tristen Gr?bern, auf dem dunklen Meeresgrund oder in der todbringenden Schlinge h?ngend fristen und ihrer Erl?sung harren. Gleichsam morbide mutet es an, wenn der Geist tief im Grab kauernd ein Liebesgedicht an die Zur?ckgelassene schreibt und dies in den verfallenen K?rper ritzt oder wenn ein anderer auf zynische Weise berichtet, wie er das Wort begrub, da ihm die Sprache keine M?glichkeit mehr gab, sich auszudr?cken. Paradox freilich, dass er davon nur in der Sprache selbst berichten kann und somit sein Schweigen bricht. Und still sind auch EDEN WEINT IM GRAB keineswegs, denn ihre d?ster-morbide Todeslyrik wird von schneidenden Gitarrenriffs, melodischen Leads, peitschenden Drums sowie modernen und sph?rischen Synthesizern als Medium in die Welt der Lebenden getragen.

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spezi

Blogger seit 2001, ich betreibe einige Musikseiten und diese hier ist mein kleines Baby. Alle Musiknews werden von Agenturen verfasst und am Ende der Pressemitteilung namentlich erw?hnt.

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