YAENNIVER Video zu „Mädchen, Mädchen“ mit Luci Van Org

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Laut, direkt, unterhaltsam. “Mädchen” von Lucilectric avancierte 1994 zu einer Hymne der sexuellen Selbstbestimmung von Frauen. 28 Jahre später bringt Jennifer Weist aka Yaenniver ihre eigene Version des Erfolgshits unter dem Namen “Mädchen Mädchen” heraus, mit Plot-Twist: Während sich die Künstlerin inhaltlich durch die fremdbestimmten Schattenseiten des Frauseins singt, wird sie musikalisch von Luci van Org als Feature begleitet. Zwei Generationen, eine Botschaft. „Ich liebe Yaennivers Eigenwilligkeit – und dass sie unbeugsam Haltung zeigt, wo es nötig ist. Wie ja auch im Update, das sie meinem ‚Mädchen‘ 28 Jahre nach seinem großen Charterfolg verpasst hat“, sagt Luci van Org. „Songs sind immer ein Kind ihrer Zeit – und die Message ihres ‚Mädchens 2.0‘ ist die perfekte und für 2022 nötige Ergänzung. Deshalb habe ich, auch wenn ich musikalisch ja eigentlich ganz woanders unterwegs bin, keine Sekunde gezögert, als Yaenniver mich nach dem Featuring fragte. Über das, was jetzt entstanden ist, bin ich superglücklich.“

Ein Nein ist ein Nein, ein kurzer Rock keine Aufforderung, ein Flirt keine Einladung. Dass Frauen in einer sexualisierten Kultur trotzdem immer wieder Erfahrungen mit Belästigung und Übergriffen jeglicher Art machen müssen, ist heutzutage leider alltäglich. Es gibt Redebedarf, nach wie vor. In “Mädchen Mädchen” bringt Yaenniver den schädlichen Status Quo mit Ironie, Gelassenheit und einer entspannten, ja sogar unbeeindruckt klingenden Stimme auf den Punkt. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern zur Veranschaulichung. Frau kennt es ja, sie stumpft ab.

“Hand aufs Glas, wenn ich feiern geh.

Weil ich ‘n Mädchen bin, Mädchen bin.

Pass ich immer auf, ist ja kein Problem, ist ja mein Problem.

Hand am Arsch, wenn ich feiern geh.

Weil ich ‘n Mädchen bin, Mädchen bin.

Bin ja selber schuld, wenn ich mich beweg, wie ich mich beweg”

Trotzdem ist “Mädchen Mädchen” keine Kapitulation, sondern ein feministisches Postulat, ein Befreiungsschlag für Frauen, die nicht mehr länger schweigen wollen, und ein Appell an Männer, laut an ihrer Seite zu stehen. Die fünfte Singleauskopplung aus Yaennivers erstem Solo-Album “Nackt”, das am 18. Februar 2022 als CD und limitierte Vinyl erscheint, stellt weniger Kritik dar. Sie gestaltet sich vielmehr zu einem Spiegel, der die Zuhörer:innen zum Reflektieren über die Gleichstellung von Geschlechtsidentitäten einlädt. Weil es nie zu spät für die Emanzipation von toxischen Verhaltensweisen ist. Weil Frau mit all ihren Freiheiten nur wirklich frei ist, wenn man im Kollektiv sichere Strukturen schafft.

“Ja ich bin so froh, dass ich ‘n Mädchen bin.

Auch wenn ich weiß, was das heißt,

denn das heißt, dass es meist

nicht so leicht ist für mich, wie’s für dich ist vielleicht.”

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